Ein Blick in die Gartenkultur der Zukunft lässt sich bereits auf der diesjährigen Landesgartenschau in Würzburg werfen. Der »Zeitsparende Garten« ist dabei einer von zehn Themengärten, die künftige Szenarien vorwegnehmen und erlebbar machen.

Konzeption und technische Umsetzung lagen dabei in den Händen von Hummel Systemhaus aus Frickenhausen bei Stuttgart, Systemspezialist für smarte Lösungen in den Bereichen Leben und Wohnen. Mit den neuen technischen Möglichkeiten, einen Garten zu pflegen, steht auch ein Paradigmenwechsel bevor: Anstatt Garten und Haus getrennt voneinander zusehen, geben vernetzte Systeme wie auf der Landesgartenschau einen veränderten Blick darauf: Wohnraum und Garten gehen ineinander über, ergänzen sich, werden zu einer abgestimmten Einheit, zu einem Lebensgefühl. »Der Begriff des Smart Gardenings«, sagt Alexander Hummel, verantwortlich für die Installation auf der Landesgartenschau, »geht weit über die bedarfsgemäße Bewässerung oder das autonomeRasentrimmen hinaus.«

Dabei können unterschiedliche Szenerien entstehen, von der ruhigen Wellness-Oase bis hin zur Party-Location. Diskret eingebaute Lautsprecher erlauben ein raffiniertes Beschallungskonzept, welches die natürliche Atmosphäre perfekt ergänzt. Wenn die Sonne untergegangen ist, lässt eine ausgefeilte Lichttechnik die Kulisse in einem besonderen Ambiente erscheinen, setzt Akzente auf einzelne Pflanzen, eine Skulptur oder den Gartenteich. »Im Prinzip können Sie beliebig viele Einzelleuchten per BUS-Technik völlig unabhängig steuern«, so Alexander Hummel. Der Clou: »Dabei sieht man keinen einzigen Schalter.« Nichts soll das neue Lebensgefühl stören.

Dank solch cleveren und umfassenden Lösungen greifen alle Bereiche problemlos und intelligent ineinander, ob Pflege und Bewässerung, Kontrolle und Prognose, Illumination und Entertainment. Wer Sicherheit schätzt, installiert eine smarte Videoüberwachung, deren Kamera von unterwegs aus angesteuert werden kann. Die Vernetzung von Lüftung und Infrarot-Heizung sorgt für ein gesundes Raumklima im Innenbereich und die richtige Temperierung beim Übergang in den Garten. Auch die Energieeffizienz, die in Zeiten schwindender Ressourcen immer wichtiger wird, bleibt dabei immer im Blick, etwa optimiert durch Photovoltaikanlagen auf dem Gebäude oder eine innovative Ladestation für Elektroautos im Außenbereich. Die Möglichkeiten sind nahezu unerschöpflich und wachsen wie die Pflanzen im Garten auch in technischer Hinsicht immer weiter.

von Gudrun Maria Krickl und Dominik Roding